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Bewusstsein,  Entspannung,  Stille,  Yoga-Übung

Wieviel Yoga ist notwendig, damit es wirkt?

Schon alleine die Frage lässt viele von uns wahrscheinlich gar nicht erst mit dem Yoga beginnen. Ist doch die Antwort ähnlich anmutend, wie so viele in unserer Leistungsgesellschaft. Wir tun nur etwas, weil oder damit es wirkt. Wenn es das nicht täte, würden wir vieles von dem was wir tun, vermutlich gar nicht mehr tun.

Um was geht es jetzt eigentlich?

Fragen wir uns doch ernsthaft einmal: Was tue ich tatsächlich nur, weil es mir Freude bereitet und mein Herz hüpfen lässt? Was tue ich in meinem Alltag, ohne wirklich etwas dafür zu erwarten?

Viele von uns werden feststellen, dass wir davon viel weniger tun, als uns zunächst bewusst ist. Wir werden feststellen, dass wir Dinge tun, weil sie uns etwas bringen: Geld, Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, Entspannung, um nur einige der großen Begriffe zu nennen.

Und wir werden noch vielmehr dabei feststellen, dass wir uns schlecht, genervt, enttäuscht, traurig oder verängstig oder oder oder fühlen, wenn dieses Ergebnis nicht eintritt.

Was aber hat dies jetzt mit Yoga zu tun?

Nun, meine persönliche Ansicht ist, dass Yoga nur bedingt wirkt, egal wie lang man übt, wenn man eine bestimmte Wirkung erwartet. Natürlich wird eine gewisse Wirkung eintreten, jedoch nicht jene, die uns Yoga als Geschenk machen kann.

Yoga wirkt, das ist ein Fakt und zwar egal wie oft und wie lange wir üben, wenn man sich bewusst dem Yoga öffnet und bereit ist, zu empfangen. Wenn man Yoga in seiner Vielfältigkeit um seiner Selbstwillen praktiziert und sich der Wirkung hingibt und überraschen lässt, ohne diese durch das Ego zu erwarten, dann eröffnet sich ein ganz neuer Raum für uns und Yoga kann seine gesamte Wirkung, seine sanfte Kraft entfalten.

Und ich denke, genauso verhält es sich mit allem, was wir tun. Solange wir ein Ergebnis erwarten, werden wir nicht das volle Potential dessen was wir tun, erleben können, weil unser Verstand uns daran hindert, jene Bereiche zu betreten, die er, dafür aber unser Herz, noch nicht kennt.

Ich möchte dich heute ermutigen, dir jeden Tag ein paar Minuten für eine Sache Zeit zu nehmen, die du nur der Sache wegen tust, die dich im Herzen erfüllt und dich im Moment sein lässt. Lass dich ganz darauf ein, wenn auch vielleicht anfangs nur für 2-3 Minuten, vielleicht auch schon mehr, ganz wie es sich für dich gut und richtig anfühlt.

Mache dies für 2 Wochen jeden Tag und schaue für dich, was sich verändert hat.

Als Unterstützung möchte ich dir die Asana „Garbasana – das Kind“ mitgeben. Diese Übung schenkt dir Urvertrauen, Demut und lässt dich ganz bei dir ankommen. Mache diese Übung am besten bevor du dir „deine Zeit schenkst“.

Bildnachweis: Beitragsbild – Pixabay-2959214

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